Asyl in Kempten
Asyl in Kempten

Aktuelles

Video-Blog: Anti-Abschiebungs-Industrie – wirklich?

Sieht Alexander Dobrindt Gespenster? Oder ist da wirklich eine ganze Anti-Abschiebeindustrie am Werk, die von dunklen Hinterzimmern aus Deutschlands Asylpolitik bestimmt? Dieser Frage geht Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern, in der neuesten Ausgabe von "Menschenskind", dem Videoblog der Diakonie Bayern nach: hier.

 Projekt „Telefonjoker“ von FaZIT – telefonischer Sprachmittlungs-dienst

Der „Telefonjoker“ ist ein telefonischer Sprachmittlungsdienst, der ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger in ihrem Engagement für die soziale Integration von Geflüchteten unterstützt. Der „Telefonjoker“ verfolgt das Ziel, in Standard-situationen des Alltags ein schnelleres gegenseitiges Verstehen, einen Abbau von Missverständnissen und ein besseres Vermitteln von notwendigen Handlungen zu ermöglichen. Damit werden die lokalen und regionalen Aufnahmestrukturen, insbesondere die zivilgesellschaftlichen Strukturen, gestärkt. Er ermöglicht ihnen, zuverlässig wichtige Informationen von Zugewanderten zu erhalten bzw. umgekehrt den Betroffenen notwendige Informationen in ihrer Muttersprache ohne Missverständnisse und Einschränkungen zu vermitteln.

Die qualifizierten Sprachmittelnden stehen montags bis freitags von 14 bis 17 Uhr unter 01806-565370-1 (für Arabisch) und 01806-565370-2 (für Persisch) zur Verfügung. Sie sind für 0,20 € aus dem deutschen Festnetz und maximal 0,60 € aus dem deutschen Mobilfunk pro Anruf erreichbar.

Videotipp: Selbstfürsorge - Brenne für Deine Arbeit ohne zu verbrennen: Der Psychotherapeut Stefan Junker, der im Bereich Supervision über Erfahrung mit Ehrenamtsinitiativen verfügt, hat ein sehenswertes Erklärvideo zum Thema Selbstfürsorge erstellt - ein guter Einstieg in das Thema Selbstfürsorge im Ehrenamtsbereich. Zum Film "Selbstfürsorge - Brenne für Deine Arbeit ohne zu verbrennen" auf Youtube

 Das angekündigte neue „Landesamt für Asyl“ in Bayern ist in Wahrheit ein Landesamt für Abschiebung: „Mit dieser Bezeichnung wird das hohe Gut des völkerrechtlich geschützten Rechts auf Asyl in Misskredit gebracht“, so Diakoniepräsident Michael Bammessel zum Beschluss der bayerischen Staatsregierung. Die Pressemeldung vom 28.03.2018 lesen Sie hier.

Flüchtlingshelfer/innen gründen Bayerischen Landesverband:

Das Engagement für Geflüchtete findet vor Ort statt. Bisher gibt es jedoch kaum überregionale Zusammenschlüsse, in denen sich Engagierte austauschen können. Der Bundesverband der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer »Unser Veto« möchte einen bundesweiten Dachverband für Engagierte in der Geflüchtetenhilfe aufbauen. Am 24. März 2018 wurde in Nürnberg der erste Landesverband für Bayern gegründet. Im Sommer sollen weitere Landesverbände in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg in die Wege geleitet werden. Der Verband möchte den Engagierten eine Stimme geben und deren Forderungen an die Politik herantragen. Brief des Vorstands anbei.
Weitere Informationen zur Gründung  und Homepage von »Unser Veto«.

 Die Portalseite der Helferkreise in Bayern www.asylhelfer.bayern ist seit 4 Jahren in Betrieb – mit durchschnittlich über 3.500 Besuchern im Monat.

Mittlerweile sind hier über 300 Helferkreise aus ganz Bayern verlinkt und es werden immer noch mehr: Rechtzeitig zum Jubiläum ging vor ein paar Wochen das neue Portal www.integrationskreis.de online. Diese Seite präsentiert Integrationshilfen und -projekte in ganz Bayern, die generell ALLEN Menschen mit Migrationshintergrund offen stehen, also auch Migranten/innen ohne Fluchthintergrund. Vorgestellt und verlinkt werden in erster Linie lokale ehrenamtliche Projekte.  Derzeit ist diese neue Plattform noch im Aufbau und wächst wöchentlich um mehrere Projekte bzw. Initiativen.

 Seit 2015 haben insgesamt 55 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren Flüchtlinge in Deutschland unterstützt. Aktuell leisten noch 19 Prozent der Bevölkerung aktive Flüchtlingshilfe oder helfen auf andere Weise. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Kurzartikel: hier, Gesamtstudie: hier

APP zur Vernetzung: „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“: Initiativen geben an, in welchen Bereichen sie Unterstützung benötigen und ehrenamtliche Helfer können sich über die App (an Smartphone und PC nutzbar) nach Initiativen in ihrer Nähe informieren und ihre Hilfe anbieten: www.willkommen-bei-freunden.de/helfen.

 Interaktive Karte „Migration.Integration.Regionen“: Das Statistische Bundesamt hat eine interaktive Karte zur regionalen Verteilung von Ausländerinnen und Ausländern sowie Schutzsuchenden in Deutschland auf Kreisebene ins Internet gestellt. Zu den Informationen, die aufgerufen werden können, zählen Ausländeranteil, ausländische Bevölkerung, Schutzsuchende sowie Ausländerinnen und Ausländer am Arbeitsmarkt. Alle relevanten Bereiche lassen sich zudem nach Indikatoren wie Geschlecht oder Alter filtern: Mehr Informationen.

TranslAid: Vernetzung, Qualifizierung und Vermittlung von Dolmetscher*innen

TranslAid baut aktuell ein Netzwerk zur besseren Koordination, Ausbildung und Betreuung von Dolmetscherinnen und Dolmetschern auf. TranslAid will die Pools an Dolmetscher*innen verschiedener Organisationen bündeln sowie neue Freiwillige akquirieren. Somit soll die Suche nach geeigneten Sprachmittler*innen vereinfacht und optimiert werden. Beteiligte Organisationen können ihre Gesuche nach Dolmetscherinnen und Dolmetschern an TranslAid weiterleiten.

Für die ehrenamtlichen Übersetzer*innen gibt es von TranslAid ein regelmäßiges Angebot an Workshops, Fortbildungen und Supervision. Ausführliche Informationen finden Sie hier >>>

Infoportal "Integration vor Ort": Zur Unterstützung der Kommunen hat das Sozialministerium das Infoportal „Integration vor Ort“ auf den Weg gebracht. Das Onlineangebot liefert Antworten zu zentralen Fragen rund um die Integration und bietet einen Überblick über bestehende Angebote und Ansprechpartner/innen, mit denen man die Integration vor Ort gemeinsam gestalten kann.

NEU: Ersthelfer-Leitfaden für Ehrenamtliche

Der Ersthelfer-Leitfaden für Ehrenamtliche entstand aus einem Freiwilligen-Projekt der Fachschaft Deutsch als Fremdsprache an der LMU, in dem sich die beteiligten Studierenden produktiv mit der Lebensrealität und den Lernbedürfnissen der Zielgruppe Flüchtlinge auseinandersetzten. Er enthält leicht einsetzbare Materialien zur sprachlichen und kulturellen Orientierung in Deutschland.

Themen: Einkaufen, Unterwegs, Wohnen, Ernährung, Gesundheit, Gesellschaft, Medien, Bildung, Arbeit, Rechtsstaat

So kommen Sie an den Ersthelfer-Leitfaden:

-  den Download finden Sie hier

-  Ehrenamtliche in Bayern können gedruckte Exemplare kostenfrei über das Projekt „Lernen – Lehren – Helfen“ bestellen: LLH@daf.lmu.de 

-  über den Buchhandel zum Ladenpreis von 5,99 € erhältlich (ISBN 978-3-8233-8172-3)

Das Projekt bietet zudem bayernweit kostenlose Schulungen zum Einsatz des Ersthelfer-Leitfadens und zum Thema E-Learning sowie weitere Materialien und Hilfestellungen für Ehrenamtliche an. Informationen und aktuelle Schulungstermine: www.lernen-lehren-helfen.de

Bertelsmann-Religionsmonitor: „Fast jeder zweite Muslim in Flüchtlingshilfe aktiv: Viele Gläubige in Deutschland engagieren sich für Flüchtlinge. Muslime sind dabei laut einer Umfrage aktiver als Christen. Sie könnten so zu Brückenbauern werden. […]Einen Grund für das starke Engagement von Muslimen sieht die Bertelsmann Stiftung in deren meist vorhandenem eigenen Migrationshintergrund: Die in Deutschland lebenden Muslime könnten "als Spezialisten für ihre herkunftskulturellen und seelsorgerischen Belange gelten", heißt es. Besonders viele der ehrenamtlichen muslimischen Flüchtlingshelfer hätten Wurzeln in Herkunftsregionen der Geflüchteten, etwa aus Afghanistan, Pakistan oder Bangladesch.“ Näheres hier.

Ehrenamtsbibliothek: Umfangreiches Online-Portal der Stiftung Gute-Tat zu Themen rund um bürgerschaftliches Engagement. Dabei ist die Kategorie „Flüchtlinge/Migranten“ der am häufigsten eingegebene Suchbegriff. Unter www.ehrenamtsbibliothek.de  haben Interessierte Zugriff auf über 1000 unterschiedliche Dokumente in deutscher und englischer Sprache rund um das Thema Ehrenamt. Egal, ob es um allgemeine Hinweise zur Organisation ehrenamtlicher Arbeit im Flüchtlingsbereich, zu politischen Aspekten der Freiwilligenarbeit mit Flüchtlingen oder zu konkreten Hilfestellungen beim Engagement geht, in der Ehrenamtsbibliothek werden zahlreiche Studien und Artikel speziell zu diesem Themengebiet bereitgestellt.

 Vielfalt zusammen leben – Miteinander Demokratie lernen. Ein Qualifizierungsprogramm für Integration und Demokratie Projekt ViDem ist ein Programm, bei dem Lehrer und Lehrerinnen gemeinsam mit geflüchteten Menschen arbeiten, die ebenfalls Erfahrungen und Vorkenntnisse in der Pädagogik haben. Ziel ist es, eine integrativ wirksame Praxis des Lehrens und Lernens an Schulen aufzubauen, um Kindern die Grundlagen der Demokratie zu zeigen.

Förderprogramm Demokratisch Handeln ViDem
VIDem_Kurzdarstellung.pdf
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