Asyl in Kempten
Asyl in Kempten

Anerkennung und Arbeitsmarktintegration

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte BQ-Portal – Das Informationsportal für ausländische Berufsqualifikationen hilft Unternehmen und Kammern, ausländische Berufsabschlüsse besser bewerten zu können und leistet damit einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland. Das BQ-Portal bietet Informationen zu ausländischen Berufsbildungssystemen und Berufsqualifikationen, die in Deutschland im Bereich der dualen Aus- und Fortbildungsberufe angesiedelt sind. Die sogenannten Ländersteckbriefe sollen Unternehmen dabei helfen, sich  ein besseres Bild von den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen künftiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu machen. Diese Woche sind sieben Ländersteckbriefe online gegangen: hier.  

Newsletter der Kanzlei Haubner&Schank zum Thema "Beschäftigungserlaubnisse" anbei.

"Die neue gesetzliche Regelung im § 61 AsylG macht wieder Hoffnung für die Beantragung von Beschäftigungserlaubnissen."

Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz in Kraft seit 01.08.2019:

Alle Ausländerinnen und Ausländer, die in Deutschland leben, können während einer betrieblichen Berufsausbildung unterstützt werden. Bisherige Einschränkungen und Differenzierungen aufgrund Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsstatus oder Voraufenthaltszeit in Deutschland entfallen grundsätzlich. Asylbewerber/innen sowie Geduldete in Ausbildung oder Studium können (aufstockende) Leistungen zur Lebensunterhaltssicherung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Ausländerbezogene Differenzierungen nach Staatsangehörigkeit entfallen weitgehend für BvB und AsA. Für Gestattete und Geduldete ist der Zugang zur Ausbildungsvorbereitung ebenfalls ausgeweitet worden, es gelten aber weiterhin zusätzliche Voraussetzungen. Weitere Infos hier.

Wichtig: Hinweis von unserVETO zur Beschäftigung und Berufsausbildung von Asylbewerbern:

"wir hatten ja bereits herausgearbeitet, welche Verbesserungen die neuen Vorgaben des Innenministeriums für die Genehmigungen von Ausbildung und Arbeit beinhalten. Leider wurden diese in vielen Landkreisen und Städten bisher nicht oder nur in Ansätzen umgesetzt. Innenminister Herrmann hat am 25.06.19 alle Leiter*innen der Ausländerämter über die Änderungen nochmals persönlich informiert. Dies sollte jetzt auch dazu führen, dass restriktive Ausländerbehörden im Sinne des neuen IMS [im Anhang] Arbeit und Ausbildung genehmigen.
Daher ist es jetzt wichtig, auch bereits abgelehnte Anträge mit Hinweis auf das neue IMS erneut zu stellen. Schlechte Bleibeperspektive, einmalige Ablehnung durch das BAMF bzw. migrationspolitische Erwägungen oder auch zu geringe Deutschkenntnisse gelten nicht als alleinige Begründung für die Verweigerung der Erlaubnis. Auch die rechtskräftige Ablehnung durch das Gericht führt nicht automatisch dazu, dass Beschäftigung nicht weiter erlaubt wird. Wenn der Betroffene für die Paßbeschaffung alles Zumutbare unternimmt und dies auch ausreichend schriftlich dokumentiert, kann der fehlende Paß ebenfalls nicht als alleiniger Ausschlussgrund aufgeführt werden.
Petra Nordling von den Ostbayerischen Asylgipfeln hat in den vergangenen Monaten schon viele problematische Fälle aus ganz Bayern an die Staatskanzlei mit der Bitte um Klärung weitergereicht. Sie wird dies auch in der nächsten Zeit tun, insbesondere im Hinblick auf das beginnende Ausbildungsjahr. Viele der Betroffenen konnten mittlerweile ihre Beschäftigung aufnehmen bzw. dürfen im Herbst mit ihrer Ausbildung beginnen. Wenn die Ausländerbehörden auf den Ablehnungen bestehen, dann bitte die Unterlagen an Petra Nordling: petra.nordling@web.de schicken. Sie leitet sie dann weiter."

Ein Schreiben vom Innenministerium zur Erläuterung von Ermessensduldung statt Ausbildungsduldung, das an Fr. Nordling ging, finden Sie im Anhang.

App "Anerkennung des Berufs in Deutschland"

Für Geflüchtete, die im Heimatland einen Beruf gelernt oder studiert haben, kann die Anerkennung dieser Qualifikation wichtig sein, um in Deutschland Arbeit zu finden. Die App "Anerkennung in Deutschland" informiert über dieses Thema und gibt Orientierung. Sie steht als Download für Android, iOS und Windows-Phone zur Verfügung. Die meisten Informationen stehen auch offline zur Verfügung, einige Funktionen benötigen aber einen Internetzugang.

Neben Deutsch wird die App in den folgenden Sprachen angeboten: Englisch, Arabisch, Farsi, Dari, Paschtu, Tigrinya. Zusätzliche Informationen finden Sie hier.

Auf ehrenamtliche Initiative hin fand am 08.03.19 ein Gespräch mit Alexander Hold - Freie Wähler Kempten, MdL und dritter Vizepräsident des Landesparlaments -  in Kempten statt. Gesprächsinhalte waren unter dem Aspekt Abschiebung und Erteilung von Arbeits- bzw. Ausbildungsgenehmigungen: Fachkräftemangel, Pflegenotstand, Schul-Abschlüsse, sowie Führerschein und Integrationsleistung.

Wichtig: Alle  Anträge auf Ausbildungs- und Arbeits-Genehmigungen und Ausbildungsduldung sollten erst mal auf offiziellen Weg über das zuständige Ausländeramt beantragt werden (Hinweis auf die neue Vollzugshinweis-Verordnung nicht vergessen). Falls die Genehmigungsanträge abgelehnt werden, bitte an Marlies Stubenrauch vom Helferkreis Freudental (für die Region Allgäu) weiterleiten: Es wurde mit Herrn Hold vereinbart, dass sie die Fälle nochmals sammelt, prüft und dann an Herrn Hold weiterreicht. E-Mail-Adresse: marlies.stubenrauch[at]gmx.de.

von "Unser Veto"
2019__03_14_Arbeit_und_Ausbildung.pdf
PDF-Dokument [176.8 KB]
vom "Bayerischen Landesamt..."
Vollzugshinweise zur Beschäftigung und B[...]
PDF-Dokument [246.6 KB]

Die Vollzugshinweise zur Beschäftigung und Berufsausbildung, die Vorfeldregelung zur Beschäftigungsduldung ("Ermessensduldung") und die Übersicht über die Änderungen (unser Veto: 2019_03_14_Arbeit und Ausbildung) finden Sie im Anhang. Bitte kommen Sie bei Fragen zur Asyl- und Integrationsberatung!

3+2-Regelung: Anforderungen an "+2": Die ersten Erfahrungen zeigen: Auch bei der Beantragung der Aufenthaltserlaubnis im Anschluss an die Ausbildungsduldung gibt es Punkte zu beachten. Übersicht hier.

Duldung für einjährige Pflegehelferausbildungen: Laut eines Schreibens des StMI, das an die entsprechenden Behörden adressiert ist, gibt es angesichts des Fachkräftemangels in Pflegeberufen auch die Möglichkeit, dass die Ausländerbehörde für einjährige schulische Pflegehelferausbildungen eine Duldung (nach negativem Ausgang des Asylverfahrens) erteilt, sofern die Pflegehelferausbildung noch während des laufenden Asylverfahrens aufgenommen wird. Zwar ist die schulische Pflegehelferausbildung nicht zustimmungspflichtig durch die Ausländerbehörde, wohl aber die erforderlichen betrieblichen Praktika, so dass hierfür rechtzeitig die Erlaubnis durch die Ausländerbehörde eingeholt werden muss. Nach Abschluss der Helferausbildung kann eine reguläre Ausbildung zur Pflegefachkraft begonnen werden, für die dann die Ausbildungsduldung im Sinne der "3+2"-Regelung erteilt werden kann.

Jugendmigrationsdienst: Alle anerkannten Flüchtlinge von 12 bis 27 Jahren (ggf. mit Eltern) können diese kostenlose Beratung in Anspruch nehmen. Es gibt u.a. eine umfassende Beratung zur Aus- und Weiterbildung und Finanzierung, und auch Unterstützung bei Bewerbungen und Lebensläufen. Kontakt: JMD, Christine Floh, 0151/12263282, Katharina Fedan, 0175/2253001, Jutta Stark, 0160/99847939. Sprechzeiten: Mi: 17 – 20 Uhr, Do: 10 – 12 Uhr in der Poststr. 13 in Kempten. Termine für Sonthofen, Kaufbeuren, Memmingen und Lindau können vereinbart werden unter: 0831/9606 1596. Mail: jmd@ejv-ke-oa.de.

Neue Aufenthaltstitel und Neuregelungen für Studium und Arbeit durch Richtlinienumsetzungsgesetz seit 01.08.17. Neu geregelt werden durch dieses Gesetz u.a. die Aufenthaltstitel zum Zweck von Studium und Forschung. Für bestimmte Praktika und Freiwilligendienste werden neue Aufenthaltstitel geschaffen. Daneben wird eine sogenannte ICT-Karte für Arbeitnehmende eingeführt, die innerhalb eines international tätigen Unternehmens nach Deutschland entsandt werden. Info hier unter: Asyl net

Die App von "Anerkennung in Deutschland" informiert über das Thema rund um die berufliche Anerkennung.

 Projekt Fit4Work in Dietmannsried (auch für Nachbarorte und Kempten offen): Das Projekt ist sehr interessant für Geflüchtete, die nichts zu tun haben, um Deutsch zu lernen und handwerkliche Kenntnisse zu erlagen. Geplant ist auch eine  hauswirtschaftliche Gruppe. Im Anhang finden Sie die Projektbeschreibung von Fit4Work in Dietmannsried und Überlegungen und Hilfestellung für Teilnehmer/innen z.B. aus Kempten, die dezidiert auch eingeladen sind. Für Rückfragen steht Heinroth@diakonie-kempten.de  gerne zur Verfügung.

Fit4Work Beschreibung.pdf
PDF-Dokument [405.3 KB]

Praktikumsbörse Sprungbrett into work: bietet für Geflüchtete noch Praktikumsplätze in ganz Bayern in den Sommerferien an (s. Anhang). Info unter: https://www.sprungbrett-intowork.de/fluechtlinge/?no_cache=1

NEU: MYSKILLS: Kompetenztest der Arbeitsagentur: Dauer ca. 4 Std in verschiedenen Sprachen (auch Arabisch, Persisch etc.), ca. 100 Fragen zu 30 verschiedenen Berufen, danach wird ein Zertifikat ausgestellt auf dem ersichtlich ist, welche Kompetenzen im jeweiligen Beruf ausgeprägt sind, wie diese erworben wurden ist irrelevant, Zielgruppe sind Menschen, die Kenntnisse/Berufserfahrung, aber keine Zeugnisse/Zertifikate haben. Termin bei der Arbeitsagentur vereinbaren.

Praktika für zugewanderte Fachkräfte im Bereich Bauingenieurwesen, Umweltingenieurwesen, Naturwissenschaften (mit mögl. abgeschlossenem Studium): Es handelt sich dabei um ein freiwilliges dreimonatiges Praktikum bei einem möglichst naheliegenden Wasserwirtschaftsamt in Kombination mit Hospitationen bei Wasserwirtschaftsbetrieben, wie den Abwasserzweckverbänden und Stadtwerken. Ziel ist es, den Praktikanten einen Überblick zur Wasserwirtschaft in Bayern und Spezialwissen zu vermitteln; ihnen eine Orientierung für die berufliche Weiterentwicklung zu geben; Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen und bei einer möglichen Heimkehr auf das gesammelte Wissen und die Kontakte den Aufbau einer nachhaltigen Wasserwirtschaft zu fördern.

  • für das Praktikum sind: ein möglichst abgeschlossenes Studium im Bereich Bauingenieurwesen, Umweltingenieurwesen, Naturwissenschaften oder vergleichbare Studienabschlüsse, eine Anerkennung des Abschlusses ist nicht erforderlich, ein Sprachniveau von mindestens A 2 in Deutsch, Herkunft aus internationalen Krisenregionen, wie dem Nahen oder Mittleren Osten, anerkannter Aufenthaltsstatus in Deutschland, fester Aufenthaltsort in Bayern.

Die gesammelten Informationen finden Sie hier: https://www.lfu.bayern.de/wasser/ttw/fachkraefte/index.htm. Flyer im Anhang.

Ausbildung und Arbeit in der Hotellerie und Gastronomie: Da der Tourismus in Bayern enorm wächst, benötigen Hotels und Restaurants dringend Auszubildende und Mitarbeiter. Ein Flyer der Integrationsbeauftragten Fr. Schreyer informiert über die Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten in dieser Branche: Denn die beruflichen Chancen, die die Hotel-und Gaststättenbranche bietet, blieben noch viel zu oft ungenutzt. Der Flyer soll künftig in mehreren Sprachen veröffentlicht werden. Als pdf-Datei abrufbar hier.

Veranstaltungen auf facebook

www.Grundgesetz-Gratis.de