Asyl in Kempten
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Pakistan

ACHTUNG: Laut Bayerischem Flüchtlingsrat gibt es Hinweise, die auf eine Sammelabschiebung nach Pakistan am 07.06.2022 sowie nach Nigeria am 13.06.2022 hindeuten.
"Für Geflüchtete aus Pakistan und Nigeria, deren Asylverfahren und Klage abgelehnt sind, besteht die mögliche Gefahr einer Abschiebung. Wir raten deshalb allen vollziehbar ausreisepflichtigen Geflüchteten aus Pakistan und Nigeria, sich von Anwält:innen oder Beratungsstellen informieren und beraten zu lassen. Besonders empfehlen wir darauf zu achten, dass die Ausländerbehörden über bestehende Krankheiten, bevorstehende Ausbildungsaufnahmen und auch andere Integrationsleistungen informiert sind."

Pressemeldung des bayerischen Flüchtlingsrats zur Massenabschiebung nach Pakistan: Am 11.11.21 wurden mit einer Massenabschiebung 49 Geflüchtete nach Pakistan abgeschoben. Wie das Bayerische Innenministerium mitteilt, waren 40 der Abgeschobenen aus Bayern, darunter 14 Straftäter*innen:
"Bei der besonders harten bayerischen Abschiebelinie bleibt nicht nur die Humanität auf der Strecke, die Innenminister gern im Munde führt. Auf der Strecke bleibt auch eine Vielzahl junger Menschen, die sich in Bayern integriert haben, gut deutsch sprechen, arbeiten und hier gebraucht werden", kritisiert Alexander Thal, Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats. "Auch Straftäter haben einen menschenwürdigen Umgang verdient. Wer hier straffällig wird, wird oft genug mit allen Mitteln des Rechtsstaats hart bestraft. Eine zusätzliche Abschiebung ist aus unserer Sicht eine nicht hinzunehmende, rechtswidrige Doppelbestrafung."

Neue "Informationen gegen die Angst" über Abschiebungen nach Pakistan: Welcome 2 Europe hat neue Informationen gegen die Angst veröffentlicht. In der neuen Broschüre geht es um Abschiebungen nach Paktistan - Wieviele gab es, wer ist vielleicht gefährdert, was kann getan werden: hier.

Pakistan: Achtung: Der Flüchtlingsrat rät pakistanischen Flüchtlingen, keine Blankounterschriften abzugeben:

„Nach uns vorliegenden Berichten kooperiert die pakistanische Botschaft bei der Passbeschaffung mit deutschen Behörden, stellt aber Bedingungen für die Passerteilung, die aus rechtsstaatlicher Sicht überaus problematisch sind. Die pakistanische Botschaft verlangt u.a. für die Abfassung eines sog. Affidavit, dessen Text den deutschen Behörden nicht vorgelegt wird, die Einsendung eines weißen Blattes mit Blankounterschrift. Das Einfordern einer Blankounterschrift verstößt unseres Erachtens offensichtlich gegen deutsches Recht. Wer eine Blankounterschrift abgibt, verwirkt alle seine Möglichkeiten, die Erklärung über der Unterschrift in irgendeiner Form anzugreifen. Dies gilt erst recht, wenn - wie uns aus anderen Bundesländern berichtet wurde - Unterschriften aus anderen vorliegenden Dokumenten "herauskopiert" und ohne das Wissen der Betroffenen verwendet werden.“

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