Asyl in Kempten
Asyl in Kempten

Patenschaftsprojekt          "Menschen stärken Menschen"

Das Patenschaftsprojekt "Menschen stärken Menschen" geht weiter!

Wer bereits seit 2 Jahren eine Patenschaft übernommen hat, kann nicht mehr an den Finanzierungsmöglichkeiten teilnehmen. Sie können sich aber mit einem anderen Paten-Kontakt/"Mentee" wieder neu anmelden. Teilnehmen können ehrenamtlich Engagierte (auch Dolmetscher, die jemanden regelmäßig begleiten) aus Kempten bzw. im Einsatz sind in Kempten, sowie den von der Diakonie betreuten Orten im Oberallgäu, und in Ausnahmen: uns bekannte Ehrenamtliche aus dem Oberallgäu, mit denen wir in Kontakt stehen.

Wer in regelmäßigem Kontakt mit einer/einem Geflüchteten steht (auch mit eigener Migrations- oder Fluchterfahrung) und damit die Integration fördert, kann teilnehmen und bis zu 200,- Euro im Jahr für gemeinsame Freizeitaktivitäten oder Anschaffungen ausbezahlt bekommen. Wer teilnimmt, ohne Finanzmittel zu benötigen: dessen Anteil fließt in den jährlichen interkulturellen Begegnungsabend oder ein ähnliches Projekt. Bei Interesse informieren wir (Sabine Lurz Bianco und ich) Sie gerne! Demnächst werden wir auf unserer Homepage ein paar der Unternehmungen und Projekte vorstellen (gemeinsame Ausflüge, Nachhilfe, "Bienenprojekt", Deutschkurs für Frauen, Schwimmkurs,…).

Hier finden Sie weitere Informationen und unseren Kurzfilm. Die lange Version des Films (mit zwei Beispielen aus Kempten) ist nur über heinroth(at)diakonie-kempten.de erhältlich.

Information für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer/innen
Flyer_Information für ehrenamtliche Helf[...]
PDF-Dokument [533.6 KB]
Flyer Sprach- und Integrationspatenschaften
Flyer Integrationspaten 2020 Kempten.pdf
PDF-Dokument [706.1 KB]

Überblick über den Ablauf und die Anforderungen:

Über das Patenschaftsprojekt „Menschen stärken Menschen“ können u.a. Freizeitaktivitäten und Fahrkosten für ehrenamtliche Patinnen und Paten finanziert werden:

 

Patenschaft – was bedeutet das?

  • Patenschaften können entweder mit einzelnen Personen oder mit Familien abgeschlossen werden. Bei Familien genügt eine Vereinbarung mit dem Familienoberhaupt, Mutter oder Vater. Es werden keine Patenschaften mit jedem einzelnen Familienmitglied angenommen. Bei Großfamilien kann eine Vereinbarung pro Kernfamilie (z.B. Vater/Mutter/Kinder plus Onkel/Neffe) abgeschlossen werden, sofern man sich mit beiden Parteien separat trifft. Sonst reicht auch hier eine Vereinbarung. Derzeit bieten wir keine Patenschaften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete an – es sei denn in Kooperation mit dem für den Jugendschutz beauftragtem Träger.
  • Eine Patenschaft bedeutet, daß sich Helfende und Geflüchtete regelmäßig und über längere Zeit treffen, um gemeinsam Dinge zu erledigen oder Freizeit miteinander zu gestalten, oder um bei Deutsch oder anderen Fächern zu unterstützen.
  • Eine Helferin/ein Helfer kann in Ausnahmefällen maximal bis zu drei Patenschaften übernehmen (nach Rücksprache mit Anke Heinroth).
  • Ein/e Geflüchtete/r kann mehrere Pat/innen haben (ggf. zwei, bei mehr vorherige Rücksprache erforderlich)
  • Auch Helferinnen und Helfer mit Migrationserfahrung, die schon länger in Kempten sind und sich gut auskennen, einigermaßen deutsch sprechen/verstehen und über ein eigenes Netzwerk verfügen, können sich als Patin oder Pate melden (im Zweifelsfall bei Anke Heinroth nachfragen).

 

Registrierung und Anmeldung:

  • Als Patin/Pate können Sie sich anmelden, wenn Sie bei der Diakonie als ehrenamtliche Helferinnen und Helfer registriert sind (keine zusätzlichen Verpflichtungen – aber Versicherungsschutz für Sie – Infoblatt anbei). Wenn Sie nicht mehr wissen, ob Sie schon registriert sind, fragen Sie bitte bei mir nach. Die Dokumente für die Registrierung finden Sie: hier.
  • Sie können sich registrieren lassen, wenn Sie in einem vom Asylteam der Diakonie betreuten Gemeinde tätig sind (z. B. Stadt Kempten, Börwang, Haldenwang, Oy-Mittelberg, Waltenhofen, Wildpoldsried). Über Fördermöglichkeit in anderen Gemeinden können Sie sich bei dem jeweiligen Trägerverband, z.B. Caritas oder Rotes Kreuz, oder dem Landratsamt informieren.
  • Für die Registrierung benötigen wir den von Ihnen unterschriebene Personalbogen plus Verschwiegenheitserklärung. Dann erhalten Sie von mir einen Antrag auf Befreiung für die Gebühren für das erweiterte Führungszeugnis. Dieses erhalten Sie dann kostenfrei bei der Stadt oder Ihrer Gemeinde und reichen es bei uns ein (alles kann entweder bei mir im Freudental 1 abgegeben werden oder in der Geschäftsstelle am St. Mang-Platz 12 – bitte immer meinen Namen auf Ihren Unterlagen vermerken).
  • Für die Patenschaft benötigen wir die von Ihnen und den von Ihnen unterstützten Geflüchteten ausgefüllten Patenschaftsvereinbarung.
  • Die Daten gehen ausschließlich für die Finanzierung an das Bundesfamilienministerium (nicht zum BAMF oder anderen Ämtern). Die Datenschutzerklärung ist dabei.

 

Finanzierung – wie, was und in welchem Zeitraum?

  • Sobald alle Papiere vorliegen, sind Sie als Patin oder Pate registriert und Sie können Gelder bei uns beantragen:
  • Finanziert werden können Fahrkosten und Ausgaben für gemeinsame Unternehmungen (für diejenigen, die mit Ihnen einen Patenschaftsvertrag haben, und ggf. auch für Freunde oder Verwandte, die bei der Unternehmung mit dabei sind) ab 01.01.2020 – 31.12.2020 nur bei Vorlage von Belegen oder ausgefülltem km-Nachweis (nach Rücksprache).
  • Jede Patenschaft kann bis max. 200,- Euro in diesem Jahr an Geldern bekommen. Daher empfiehlt es sich, vor größeren Unternehmungen nachzufragen, ob alles erstattet werden kann.
  • Gemeinsame Unternehmungen können sein: Schwimmbadbesuch, Fahrt nach München und Museumsbesuch, Bergbahnfahrt (bitte bei Fahrten darauf achten, nicht ins Ausland – z.B. Kleinwalsertal - zu fahren – je nach Status der Geflüchteten!)
  • Nicht finanziert werden können Auslagen, die NUR für die Geflüchteten sind: z.B. ein gemeinsamer Hip-Hop-Workshop kann abgerechnet werden, aber nicht ein Sportangebot, an dem nur die Geflüchteten teilnehmen, das Sie aber finanzieren.
  • Die Finanzierung der Patenschaft ist maximal für 2 Kalenderjahre möglich.
  • Gelder, die nicht von Ihnen verbraucht werden, können von anderen zusätzlich verbraucht werden oder z.B. für die Finanzierung von Fortbildungen für Sie von mir verwendet werden. Wenn Sie Fortbildungsvorschläge haben, melden Sie sich gerne bei mir! Es ist auch möglich, z.B. einen gemeinsamen Workshop mit mehreren Patinnen/Paten und Geflüchteten zu einem Thema zu veranstalten, wie z.B. zu kulturellen oder religiösen Unterschieden, oder zur Bedeutung von Hilfe zur Selbsthilfe oder ähnlichem.
  • Sie können sich auch mit anderen Patinnen und Paten zusammen tun und einen größeren Ausflug oder ein Sommer- oder Weihnachtsfest gemeinsam organisieren (ich verteile gerne die Anfrage über den Verteiler, wenn Sie Gleichgesinnte suchen.)
  • Für Fahrkostennachweise sprechen Sie mich bitte an (z.B. Fahrten zu Kliniken, Umzüge, Ausgaben für Anhänger beim Umzug o.ä.)
  • Das Projekt wird vorerst bis zum Jahresende vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Kasse:

Auszahlungen Ihrer Auslagen erhalten Sie bei Sabine Lurz Bianco nach Terminvereinbarung im Freudental 1. Bei Beträgen über 50,- € bitte um VORHERIGE Rücksprache. Bitte legen Sie für die Auszahlung sämtliche Quittungen im Original vor, auf einem DIN A 4 Blatt aufgeklebt.

 

Bei Interesse und/oder Fragen bitte melden bei:

Sabine Lurz Bianco, Tel. 0831/96062603 oder mail: lurz-bianco[at]diakonie-kempten.de oder

Anke Heinroth, Tel. 0831/96061963 oder mail: heinroth[at]diakonie-kempten.de.

Patenschaftsvereinbarung NEU.pdf
PDF-Dokument [213.5 KB]

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